In dem Buch „Fälle zum Strafrecht I“ werden auf 287 Seiten die gängigsten Probleme des Strafrecht Allgemeiner Teil in 12 kreativen Fällen behandelt. Die Lösungsansätze sind sehr ausführlich, schematisch ansprechend dargestellt und lassen zusätzlich einige Wissenslücken schließen. Am Anfang des Buches wird in die Technik der Fallbearbei­tung eingeführt, wobei ein Problemindex und sämtliche Prüfungsschemata einen all­gemeinen Überblick verschaffen und den Einstieg in die Materie erleichtern. Das Buch eignet sich zur tiefgreifenden Vorbereitung für die Strafrecht AT ­Klausur wie auch zum Wiederholen und Üben für Fortgeschrittenenübungen und Examensvorbereitung.

Das Buch „Fälle zum Strafrecht II“ befasst sich mit Problemen aus dem Strafrecht BT und wurde von Rolf Schmidt und Klaus Priebe im November 2009 neu aufgelegt.

Es umfasst auf 323 Seiten 12 Fälle, welche sich überwiegend mit der Materie des Be­sonderen Teils, aber auch mit den Strafprozessrecht beschäftigen.

Es werden nahezu alle Strafrechtsgebiete abgedeckt. Angefangen vom Diebstahl bzw. Raub, dem Betrug und den Tötungs- und Körperverletzungsdelikten bis hin zur Er­pressung, den Urkundendelikten und vielen weiteren.

Die Fälle sind sehr schön übersichtlich aufgebaut. Zunächst wird der Sachverhalt auf einer Seite dargestellt. Danach kommt eine Gliederung mit den möglichen und zu prü­fenden Delikten. Als letztes wird eine ausformulierte Lösungsskizze angeboten, die mit verschiedenen nützlichen Hinweisen untermauert wird.

Das Buch ist vor allem für Fortgeschrittene, besonders in Vorbereitung auf die Große Übung im Strafrecht zu empfehlen. Aber auch Anfänger können sich mit den gehobe­nen Fällen langsam in die Materie des Strafrechts einarbeiten und dabei erlernen, auf welche Schwerpunkte es im Examen ankommt.

Die „Fälle zum Strafrecht I“ und die „Fälle zum Strafrecht II“ von Rolf Schmidt und Klaus Priebe erschienen nun im November 2009 in der 3. bzw. 4. Auflage. Während sich der erste Band hauptsächlich mit Problemen aus dem Allgemeinen Teil und der Fallbearbeitungstechnik auseinandersetzt, beschäftigt sich der zweite Band mit den Problemen aus dem Besonderen Teil des Strafrechts und dem Strafprozessrecht.
Beide Bücher sind so aufgebaut, dass sie auch getrennt voneinander genutzt werden können. Als Vorbereitung auf das erste Examen und die Fortgeschrittenenklausuren empfiehlt es sich aber, beide Bücher in Kombination zueinander heranzuziehen.

Fälle zum Strafrecht I beginnt mit einer umfassenden Einleitung, die noch einmal die Grundlagen der Fallbearbeitung erörtert und auf knapp 20 Seiten übersichtlich und im gewohnten Stil des Rolf Schmidt Verlags die Prüfung der unterschiedlichen Delikte erklärt. Zur Übersicht dienen die abgedruckten Aufbauschemata, die durchaus auch für Anfänger geeignet sind.

Daran schließen sich 12 Fälle mit dem Schwerpunkt Strafrecht AT an. Doch spätestens hier zeigt sich, dass sich die Fallsammlung, wie bereits im Vorwort angekündigt, an fortgeschrittene Studierende und Examenskandidaten richtet. Obwohl der Schwerpunkt der ersten Fallsammlung im Bereich des Allgemeinen Teils liegt, sind die Fälle auch mit nicht ganz einfachen BT-Schwerpunkten versetzt und für Anfangssemester sicherlich zu weitreichend. Für fortgeschrittene Semester sind sie allerdings bestens geeignet, sich auf typische Klausuren vorzubereiten, wie sie im Fortgeschrittenenschein und im Examen gestellt werden.

Nach dem Sachverhalt und einer ausführlichen Gliederung folgt der Lösungsvorschlag im Gutachtenstil, übersichtlich und sauber untergliedert. Die Darstellungsweise orientiert sich eng am gewohnten Aufbau von Klausuren. An verschiedenen Stellen wird das Gutachten durch grau unterlegte Anmerkungen der Autoren unterbrochen, die schon durch die optische Hervorhebung zeigen, dass es hier über den Sachverhalt und das Gutachten hinaus geht.

Anschließend zu jedem Fall gibt es ein Fazit und Weiterführende Hinweise. Das Fazit selbst gibt einen kurzen Überblick über die Schwerpunkte und den Schwierigkeitsgrad des Falles. Auch enthält es Hinweise auf examensrelevante und -beliebte Bereiche. Es hilft somit dem Leser, den Fall einzuordnen. Besonders hilfreich für Examenskandidaten sind die weiterführenden Hinweise zu den behandelten Themen. Durch „gezieltes Weiterfragen“ gehen die Autoren vertiefend und über den Fall hinaus auf wichtige Probleme, Fragestellungen und Bereiche des Strafrecht ein, geben nochmals wichtige Definitionen, Übersichten und kleine Beispielsfälle. In Ergänzung mit den grau hinterlegten kurzen Hinweisen im Gutachten stellen diese auch eine einfache Möglichkeit dar, die wichtigsten Problemkreise zum Strafrecht ohne nochmaliges Durchlesen des Sachverhalts zu repetieren.

Hierdurch decken die Fallsammlungen nicht nur den praktischen Bereich des Lernens ab, das Üben am Fall, sondern liefern darüber hinaus in kürze erforderliches Examenswissen und nützliche Theorie.

Gesamteindruck:
Die beiden Fallbücher ergänzen natürlich ideal die Strafrecht-Lehrbücher des Rolf Schmidt Verlags und auch umgekehrt verweisen die Fallbücher zum Nachlesen auf eben diese. Trotzdem sind die Fallsammlungen auch ohne die dazu passenden Lehrbücher äußerst hilfreich und verständlich. Gerade in der Examensvorbereitung eignen sich die „Fälle zum Strafrecht I + II“ zum Aufarbeiten der wichtigsten Bereiche im Strafrecht AT und BT sowie der Strafprozessordnung und zum anschließenden Wiederholen. Wer einige Probleme gerne noch vertiefen möchte, kann auf die entsprechenden Fußnoten zurückgreifen. Zwei Fallsammlungen also, die in keinem Bücherregal eines fortgeschrittenen Jura-Studenten fehlen sollten!

Die „Fälle zum Strafrecht I“ und die „Fälle zum Strafrecht II“ von Rolf Schmidt und Klaus Priebe erschienen nun im November 2009 in der 3. bzw. 4. Auflage. Während sich der erste Band hauptsächlich mit Problemen aus dem Allgemeinen Teil und der Fallbearbeitungstechnik auseinandersetzt, beschäftigt sich der zweite Band mit den Problemen aus dem Besonderen Teil des Strafrechts und dem Strafprozessrecht.
Beide Bücher sind so aufgebaut, dass sie auch getrennt voneinander genutzt werden können. Als Vorbereitung auf das erste Examen und die Fortgeschrittenenklausuren empfiehlt es sich aber, beide Bücher in Kombination zueinander heranzuziehen.

Der zweite Band Fälle zum Strafrecht II führt den Aufbau des ersten Bandes fort. Auf eine ausführliche Einleitung, wie sie im ersten Band erfolgte, wird hier verzichtet. Auch hier folgen dann auf den Sachverhalt eine Gliederung, die mustergültig ausformulierte Lösung mit entsprechenden Anmerkungen sowie das Fazit zum Fall und den Weiterführenden Hinweisen.

Zu jedem der insgesamt 12 Fälle gibt es noch einige prozessuale Zusatzaufgaben. Vom Gang des Strafverfahrens bis hin zu den Rechtsbehelfen im Strafverfahrensrecht erörtern die Autoren kurz und übersichtlich die wichtigsten Bereiche des Strafprozessrechts. So schaffen es die Autoren den nicht zu unterschätzenden Bereich der StPO ebenfalls in ihrem Buch unterzubringen. Besonders gelungen ist dabei die Vorgehensweise, die Problembereiche der StPO als Fragenkatalog zu wiederholen. Dies kann idealerweise auch gleich zur Vorbereitung auf die mündlichen Prüfungen genutzt werden.

Alles in allem wird auch im zweiten Band umfassend und trotzdem übersichtlich der Besondere Teil des Strafrechts aufbereitet und dem Leser sowohl zum Lernen als auch zum Wiederholen bereitgestellt. Wie auch die anderen Bücher des Rolf Schmidt Verlags überzeugen die Fallsammlungen durch hohe Aktualität. Neueste Urteile und Aufsätze werden in die Aufgaben und Fußnoten eingearbeitet. So wird es dem Studierenden ermöglicht, sich über bestimmte Themenkomplexe vertiefend und auch praxisnah in den entsprechenden Fundstellen zu informieren.

Gesamteindruck:
Die beiden Fallbücher ergänzen natürlich ideal die Strafrecht-Lehrbücher des Rolf Schmidt Verlags und auch umgekehrt verweisen die Fallbücher zum Nachlesen auf eben diese. Trotzdem sind die Fallsammlungen auch ohne die dazu passenden Lehrbücher äußerst hilfreich und verständlich. Gerade in der Examensvorbereitung eignen sich die „Fälle zum Strafrecht I + II“ zum Aufarbeiten der wichtigsten Bereiche im Strafrecht AT und BT sowie der Strafprozessordnung und zum anschließenden Wiederholen. Wer einige Probleme gerne noch vertiefen möchte, kann auf die entsprechenden Fußnoten zurückgreifen. Zwei Fallsammlungen also, die in keinem Bücherregal eines fortgeschrittenen Jura-Studenten fehlen sollten!

Die Bücher "Fälle zum Strafrecht I" und "Fälle zum Strafrecht II" wurden von Klaus Priebe verfasst und im Zuge der Neuauflagen als ein aufeinander aufgebautes Fallrepetitorium abgestimmt. Der erste Band behandelt den Allgemeinen Teil des Strafrechts, der zweite den Besonderen Teil unter Einbeziehung prozessualer Zusatzfragen.

Die im Rolf Schmidt Verlag erschienenen Studienbücher verfolgen im Allgemeinen das Ziel, umfassend auf das juristische Staatsexamen vorzubereiten. Bereits im Vorwort wird der Leser mit einer Übersicht über die Ergebnisse der Ersten Juristischen Staatsprüfung aus dem Jahr 2004 konfrontiert. Neben den üblichen prozentualen Angaben über die erreichten Noten wird vor allem auf das schlechte Abschneiden von Strafrechtsklausuren eingegangen. Das in diesem Rechtsgebiet verlangte Detailwissen muss in der kurzen Bearbeitungszeit von Klausuren möglichst effektiv eingesetzt werden. Unter Zeitdruck müssen viele meist bekannte Probleme erkannt und in angemessener Weise niedergeschrieben werden. Dass Strafrechtsklausuren im Examen oftmals am schlechtesten ausfallen, ist ein Umstand, der sicherlich die eine oder andere Examensnote entscheidend beeinflusst. Die beiden vorliegenden Fallsammlungen möchten daher Abhilfe schaffen und dem Leser die Technik der strafrechtlichen Fallbearbeitung näher bringen. Gerade der schwer erfassbare Allgemeine Teil des Strafrechts, aber auch der Besondere Teil können gut anhand von Fällen wiederholt und vertieft werden.

Die beiden Bücher sind folgendermaßen aufgebaut: Anfangs listet das Inhaltsverzeichnis jeden Fall auf und gibt Angaben, welche Probleme der jeweilige Fall enthält. Beim ersten Durcharbeiten empfiehlt es sich, diese Angaben nicht näher anzuschauen. Dies übt das eigenständige Lösen. Zu groß ist die Gefahr, dass man sich beim späteren Durcharbeiten des Falles beeinflussen lässt. Möchte man aber beispielsweise vor einer Klausur gezielt manche Themenschwerpunkte wiederholen, so lernt man das Inhaltsverzeichnis zu schätzen. Gezielt können die eigenen Defizite ausgemerzt werden.

Anschließend folgen die Fälle. Sachverhalt und Lösung sind durch Seitenumbruch optisch voneinander getrennt. Die Fälle unterscheiden sich durch drei verschiedene Schwierigkeitsgrade und sind allesamt umfangreich. Bereits das Fallbuch des Allgemeinen Teils ist eng mit dem Besonderen Teil verzahnt. So werden schon in diesem Band Probleme, beispielsweise aus den Tötungs- oder Vermögensdelikten, behandelt. Dies ist von essentieller Bedeutung, da der Allgemeine Teil nicht gesondert für sich behandelt werden sollte. In Klausuren werden Probleme des Allgemeinen Teils stets anhand von Delikten des Besonderen Teils aufgezeigt. So behandelt Priebe auch seltenere Fallkonstellationen, wie beispielsweise die Verbrechensverabredung nach § 30 StGB. Aber auch wichtige prozessuale Zusatzfragen werden besprochen, wie die Grundlagen eines Strafbefehls oder der Gang des Strafverfahrens.
Neben den materiell-rechtlichen Problemen des Besonderen Teils wird gerade das Prozessrecht im zweiten Band gebührend aufbereitet. Der steigenden Bedeutung des Prozessrechtes in der Strafrechtsklausur der Ersten Juristischen Staatsprüfung werden beide Bücher vollauf gerecht. So widmet sich ein Fall im zweiten Band, bestehend aus elf kleineren Fällen, einzig und allein dem Prozessrecht.

Weiterhin sind im ersten Buch die Übersichten der einzelnen Deliktsarten zu erwähnen. Sie sind mit hilfreichen Hinweisen bezüglich der einzelnen Prüfungspunkte im Gutachten versehen und erleichtern den Einstieg – besonders für Leser, die mit den gängigen Prüfungsschemata noch nicht hinreichend vertraut sind.

Gesamteindruck:
Zur Vorbereitung auf Klausuren und Examen eignen sich die beiden Fallsammlungen hervorragend. Die Fälle sind umfangreich und von hohem Niveau, so dass sich der Leser nach dem Durcharbeiten beider Bücher keinen unbekannten Konstellationen mehr in Klausuren ausgesetzt sehen wird. Auch gegen die prozessualen Zusatzfragen ist man nach der Lektüre bestens gewappnet. Hinsichtlich des Strafrechtes werden die beiden Fallsammlungen dem Anspruch der Rolf Schmidt Studienbücher, umfassend auf das Examen vorzubereiten, mehr als nur gerecht. Sowohl fortgeschrittene Studenten als auch Examenskandidaten werden durch die Fülle von Fällen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade gleichermaßen gefordert.

Der Preis der "Fälle zum Strafrecht" ist gleich geblieben, der Umfang gegenüber der 1. Auflage um knapp 20 Seiten gestiegen. Vor allem bei den zu jedem der 16 Fälle gehörenden strafprozessualen Zusatzfragen hat Priebe Ergänzungen vorgenommen. Besonders auffällig ist dies bei Fall 15, der in der Vorauflage fünf kleinere Fälle zur StPO enthielt. Nun sind noch zwei Fragen - zum Haftbefehl und zum Strafklageverbrauch - hinzugekommen. Außerdem hat der Verfasser an das Ende von Fall 15 eine Übersicht zu den Zuständigkeiten der Gerichte in erster Instanz hinzugefügt.

Außerdem hat der Verfasser aktuelle Rechtsprechung eingearbeitet. So war die Lösung von Fall 9 im Bereich der Strafbarkeit nach § 316a StGB zu überarbeiten. Priebe stellt die durch BGH StV 2004, 137 geänderte Rechtsprechung dar, nach der eine dem fließenden Verkehr eigentümliche Gefahrenlage nur dann vorliegt, wenn sich das Fahrzeug in Bewegung befindet, nicht aber, wenn das Fahrzeug gerade hält. Hervorzuheben ist, dass die Lösung nicht nur die neuen Gesichtspunkte enthält, sondern ein ganzer Kasten zur Entscheidung des BGH aufgenommen wurde, der die Kriterien übersichtlich darstellt.

Zum überzeugenden Konzept der vorliegenden Fallsammlung sei auf die Rezension zur 1. Auflage verwiesen werden. Im Vergleich zu anderen Fallbüchern können vor allem die prozessualen Zusatzfragen sowie die ergänzenden Hinweise zu den behandelten Themenkomplexen hervorgehoben werden. Die in der 1. Auflage gerügten kleineren Mängel wurden behoben, so wird nun in Fall 10 auch nach der Strafbarkeit des Ö gefragt. Bis auf bei Fall 3 fangen alle Lösungen auf einer neuen Seite an, so dass der Sachverhalt leicht kopiert werden kann. Gesamteindruck: Wer sich nicht nur für die Examensklausuren im Strafrecht, sondern auch für die mündliche Prüfung, in der häufig strafprozessuale Fragen gestellt werden, fit machen möchte, ist mit dieser Fallsammlung sicher auf dem richtigen Weg. Sie überzeugt durch eine gute Mischung aus materiellem Strafrecht und StPO-Problemen sowie eine sehr übersichtliche und aktuelle Darstellung der Lösungen. Sehr empfehlenswert!

Quelle: JURAwelt

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